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Unsere Dauerausstellung "Leben in Seelze" zeigt  wie sich Seelze und seine Ortsteile im Laufe der Jahrhunderte aus einem landwirtschaftlich geprägten Gebiet zu einer überwiegend städtischen Siedlung entwickelt haben und für viele Menschen zu einer neuen Heimat geworden sind.


Manchmal kommen wir durch Zufall an besondere Schätze, die gezeigt werden wollen. Für eine große Sonderausstellung nicht umfangreich genug, für die Einordung in die Dauerausstellung zu speziell - „Fundstücke“ eben, die eine Geschichte erzählen.


Die Präsentation war schon lange eine Herzenssache und jetzt bietet sich die Gelegenheit in loser Folge einige dieser „Fundstücke“ digital den Besuchern näher zu bringen.

Fundstücke

Wir starten mit der


Plakette von der „Königseiche“ Kirchwehren 1864

Die Geschichte dahinter:


Diese gusseiserne, mehrere Kilo schwere Platte (etwa 30 x 30 cm) zierte einst

die „Königseiche“ in Kirchwehren am Lenther Weg gegenüber dem Forsthaus.


In Kirchwehren wurde im 19. Jahrhundert alle paar Jahre ein Schützenfest

gefeiert, der Festplatz des Dorfes lag am damaligen Lenther Weg nahe dem

Forsthaus am Randes des Osterholzes. Die Ehefrau von Förster Friedrich Pieper,

der dort seit 1861 mit seiner Familie wohnte, hatte in Hannover bei Hofe gedient

und kannte Mitglieder der königlichen Familie persönlich. Der junge

Kronprinz Ernst August (geboren 1848) besuchte die Piepers gelegentlich in

Kirchwehren.


Zum Schützenfest im Juni 1864 sollte er ebenfalls kommen – und dieses Mal

sogar in Begleitung seines Vaters, des blinden Königs Georg V. Für die Menschen

in Kirchwehren war das verständlicherweise eine großartige und

aufregende Angelegenheit.

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Die Geschichte dahinter:


Diese großformatige Urkunde (40 x 60 cm) wurde dem Seelzer Schuhmachermeister Fritz Blanke 50 Jahre nach seiner Meisterprüfung von der Handwerkskammer am 24. September 1924, kurz vor seinem 73. Geburtstag, verliehen.


Blanke wurde 1851 in Dedensen als Kind „kleiner Leute“ geboren, die ihm aber immerhin eine handwerkliche Ausbildung ermöglichen konnten. Nach acht Jahren in der Dedenser Volksschule ging er mit 14 Jahren bei Schuhmachermeister Friedrich Heitmüller im Nachbardorf Gümmer in die Lehre und lebte dort, wie es damals üblich war, mit im Haushalt. Als Heitmüller 1872 eine Resthofstelle in Seelze kaufte und sich dort ansiedelte, ging auch Fritz Blanke, inzwischen 20 Jahre und ausgelernter Geselle, mit nach Seelze.

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Ehrenmeisterbrief für Fritz Blanke 1924

Der Bohnerbesen

Die Geschichte dahinter:


Mindestens bis in die 1970er Jahre wurde in vielen Häusern Bohnerwachs zur Pflege von Dielenfußböden und Treppenstufen benutzt, teils auch für Bodenbeläge aus Linoleum oder Stragula. Das Wachs wurde zumeist in Dosen angeboten, bis in der Nachkriegszeit Plastiktuben aufkamen, aus denen der Inhalt leicht herauszudrücken war.


Das Bohnerwachs wurde mit einem Tuch auf dem Holz verteilt und dann mit Druck poliert – entweder mit einer Bürste oder mit einem alten Lappen.

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